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Betriebsmittelprüfung mit Excel: Wo die Grenzen liegen

Wenn man mit Excel arbeitet, um Betriebsmittel zu prüfen, ist es wichtig zu wissen, wo die Grenzen liegen. Für einen kleinen Gerätebestand ist Excel eine gute Lösung. Man kann eine Tabelle erstellen, ein paar Spalten hinzufügen und eine zuständige Person benennen. Wenn man 15 oder 20 prüfpflichtige Betriebsmittel verwaltet, reicht dies meist aus.

Die Frage ist nicht, ob Excel funktioniert, sondern ab wann es nicht mehr funktioniert. Dieser Artikel zeigt, wo die strukturellen Grenzen liegen und welche Probleme in der Praxis am häufigsten auftreten.

Wo Excel an seine Grenzen kommt

Excel ist ein Werkzeug für Einzelpersonen, nicht für Prozesse. Es speichert Zustände, nicht Abläufe. Genau das wird zum Problem, sobald die Verwaltung prüfpflichtiger Betriebsmittel zu groß und zu komplex wird.

Drei Faktoren können die Grenze nach unten verschieben: ein wachsender Bestand, mehrere Standorte und Personalwechsel. Wenn zwei davon zusammenkommen, kann die Excel-Liste schnell zu einem Risiko werden.

Risiko 1: Prüffristen werden übersehen

Ein großes Problem ist, dass Prüffristen übersehen werden können. In Excel müssen Prüffristen manuell gepflegt werden. Eine neue Frist wird eingetragen, eine erledigte Prüfung wird aktualisiert, eine anstehende Prüfung wird im Kalender notiert. Jeder dieser Schritte hängt an einer manuellen Handlung.

Wenn eine Frist übersehen wird, bleibt sie unsichtbar, bis sie abgelaufen ist. Eingerichtete Kalender-Erinnerungen funktionieren, solange die Person sie pflegt, die sie eingerichtet hat. Ist diese Person im Urlaub oder krank, läuft die Frist still ab. Es gibt keinen Mechanismus, der eine vergessene Prüfung automatisch meldet.

Risiko 2: Zuweisungen sind nach Personalwechsel nicht mehr nachvollziehbar

Ein weiteres Problem ist, dass Zuweisungen nach Personalwechsel nicht mehr nachvollziehbar sind. Welcher Mitarbeitende hat welche Ausrüstung? In einer gewachsenen Excel-Liste ist diese Information oft unvollständig oder veraltet. Neue Mitarbeitende werden nicht konsistent erfasst, ausgeschiedene nicht ausgetragen.

Beim Personalwechsel verschärft sich das. Verlässt die zuständige Person den Betrieb, fehlt häufig eine strukturierte Übergabe. Die aktuelle Version der Datei liegt lokal auf einem Laptop, die Zuweisungen sind im Kopf einer Person. Wer die Rolle übernimmt, beginnt faktisch von vorn.

Risiko 3: Im Schadensfall fehlt die belastbare Dokumentation

Im Ernstfall, wie bei einer DGUV-Prüfung oder nach einem Unfall, fehlt oft die belastbare Dokumentation. Die Prüfhistorie ist nicht vollständig oder nicht nachvollziehbar. Welche Prüfung wurde wann durchgeführt, mit welchem Ergebnis, durch wen.

§10 BetrSichV verlangt, dass Prüfungen dokumentiert und die Aufzeichnungen vorgehalten werden. Eine Excel-Liste kann das leisten, solange sie vollständig, aktuell und nachvollziehbar gepflegt wird. In der Praxis ist genau das nach Jahren des Wachstums selten der Fall. Das ist ein großes Problem, da die Sicherheitsfachkraft persönlich verantwortlich ist für die Einhaltung der Prüfpflichten. Ohne belastbare Dokumentation fehlt im Schadensfall das Entlastungsargument.

Wo die Grenze konkret liegt

Es gibt keine harte Zahl, die sagt, wo die Grenze liegt. Aber wenn ein kleiner Bestand an einem Standort von einer Person gepflegt wird, ist Excel noch vertretbar. Wenn jedoch ein wachsender Bestand, mehrere Standorte oder häufiger Personalwechsel hinzukommen, überwiegen die Risiken den Aufwand.

Der Wechsel zu einer dedizierten Lösung lohnt nicht, weil Excel schlecht ist. Er lohnt sich, weil die Verwaltung prüfpflichtiger Betriebsmittel an einem Punkt mehr Verlässlichkeit braucht, als eine Datei bieten kann.

Was eine dedizierte Lösung anders macht

Eine dedizierte Lösung wie Certado Suite bildet die Verwaltung als Prozess ab, nicht als Tabelle. Jedes Gerät wird einmal erfasst und einzelnen Mitarbeitern zugewiesen. Bei Personalwechsel geht keine Information verloren. Prüffristen laufen automatisch und Erinnerungen gehen an die zuständige Person. Die Prüfung erfolgt mobil direkt am Gerät und das Protokoll entsteht automatisch. Bei interner Kontrolle, DGUV-Prüfung oder nach einem Unfall ist die vollständige Historie pro Gerät in Sekundenschnelle abrufbar. DGUV- und BetrSichV-konform, cloudbasiert, auf EU-Servern.

Der entscheidende Unterschied ist die Unabhängigkeit von einzelnen Personen, Dateien und manuellen Prozessen.

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